The Cabin in the Woods


Genre typische Merkmale werden vorgeführt, manipuliert nur um sie dem geneigten Zuschauer in einem selbstreferentiellen Matsch aus Twists, Blut und gekröse vor den Latz zu knallen. Das Finale ist kaum zu toppen und eine Verbeugung ans Lovecraft’sche Universum. Ein MUSS.

Crimson Peak

„Ghosts are real.“

Mit diesen Worten eröffnet del Toros neustes Gothic-Märchen dass weder mit opulenten Kamerafahrten noch mit graphischer Gewalt geizt. Wer hier nervenauftreibendes Horrorkino erwartet ist bestimmt im falschen Film und wird entäuscht – daher empfehle ich eher sich stimmungsmässig an EDWARD SCISSORHANDS zuorientieren, dann steht den 120 Minuten Filmgenuss nichts mehr im Wege.

Logan

Um ehrlich zu sein: Ja, auf Kino freu ich mich grundsätzlich immer. Umso eher, wenn das Umfeld mitspielt, resp an der Fasnacht verweilt und der Kinosaal seine Pforten öffnet und (trotz Parkour-ähnlicher Absperrbändchen-zick-zack um die Glaceauswahltheke (totaler Zufall!) – brauchte ich ne gefühlte Ewigkeit um zur Kasse zu gelangen. 

Zurück zur Vorfreude. Ja. Wolverine. Geht immer. Keine Ahnung wies bei euch steht, aber der Overkill an Comic-Verfilmungen, Reboots (Spiderman, anyone? Und wahrscheinlich wieder mit Origin-gewixe das die halbe Spieldauer des Filmes ausmacht. Immer und immer wieder. Dabei lässt sich das doch geschickt zB in den Open-Credits visuell einbauen – Spidey, Batman, Kent usw sind Popkultur – sogar miiis Omi kennt die hurere Gschicht.) haben mich in den letzten Monaten – nein – Jahre einfach nur ermüden lassen. Die wirklichen Highlights sind grundsätzlich sowieso im Bereich Serien zu finden (DareDevil, Preacher, usw). Marvel schafft zumindest unterhaltsame Popcornfilmchen, DC hängt in nem Prä-oder Postpubertären Zustand – etwas wollen JA, aber nicht so genau wissen was -aber immer genug Steine zur Hand um sich den eben eingeschlagenen Weg selbst zu verballern und auch noch über eben diese zu stolpern. 

Bei Hugh Jackman hab ich das Gefühl (analog Reynolds Deadpool Verkörperung) – Hugh ist Logan, Logan spielt Hugh Jackman im echten Leben. 
Mangolds Logan ist unglaublich erwachsen, brutal, episch. Kein Vergleich zum inszenierten Vorgänger – hier wird das Franchise gefühlt in unserer Realität verankert, alles weniger Comicvorlagegeschwängert, alles fühlt sich erdiger, dreckiger an. Und das ist gut so, sehr sogar. 
Glücklicherweise orientiert sich der Film nicht an der Graphic Novel „Old man Logan“ – resp, einzig am Rande – alles andere wäre wahrscheinlich vor der Masse zum Scheitern verurteilt (kurzer Blick ins Comic und ihr wisst was gemeint ist).

Scheisse. Ich verlier mich immer, spontanes Texten verläuft immer gleich. Wahrscheinlich bin ich ein bisschen wie DC. Jedenfalls gibts von mir 8/10.